Wir haben es satt!

Wir haben es satt: Der grüne Kreisverband Ludwigslust-Parchim begrüßt und unterstützt den Aufruf zur Großdemonstration „Wir haben es satt“ am 18.01.2020 in Berlin und vermittelt Fahrgemeinschaften für alle entschlossenen Demonstrant*innen aus Ludwigslust-Parchim und Umgebung.

Gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und der Erhalt von Bauernhöfen und Artenvielfalt – das steht gerade auf dem Spiel. 2020 entscheidet die Bundesregierung bei der EU-Agrarreform (GAP) maßgeblich mit, welche Landwirtschaft die EU Jahr für Jahr mit 60 Milliarden Euro unterstützt. Aktuell gilt: Wer viel Land besitzt, bekommt viel Geld. Hiervon profitiert vor allem die industrielle Landwirtschaft, die fatale Auswirkungen auf die Natur hat: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das muss enden!

Auch Bündnis 90/Die Grünen fordern, dass sich die Bundesregierung bei den Verhandlungen in Brüssel an die Seite der Bäuerinnen und Bauern stellen muss, die Tiere artgerecht halten, insektenfreundliche Landschaften schaffen, klimagerecht wirtschaften und gutes Essen herstellen, anstatt die Erfüllungsgehilfin der Agrarindustrie zu bleiben.

Wir rufen deshalb dazu auf, sich der Demo anzuschließen und die Stimme zu erheben für die Finanzierung einer Agrarwende, ein klares Veto gegen das EU-Mercosur-Abkommen und ein entschlossenes „Nein“ zu den Industrie-Mogelpackungen wie Gentechnik oder Patent-Saatgut!

Der grüne Kreisverband ist gern bei der Organisation und Vermittlung von Fahrgemeinschaften nach Berlin behilflich. Hierfür können sich alle Interessierten bis zum 16.01.2020 telefonisch (03871-8195586) oder per E-Mail (dominik.schuldt@gruene-ludwigslust-parchim.de) an unsere Geschäftsstelle wenden.


Die Demonstration beginnt am 18.01.20 um 12:00 Uhr am Brandenburger Tor.


Mehr Informationen über „Wir haben es satt“ und das Programm gibt es hier: https://www.wir-haben-es-satt.de/

 

 

 

Die verteilte Freiheit - Lesung mit Elke Ferner in Parchim

am Do., 30.Januar 2020

um 19:00 Uhr

in der Grünen Geschäftsstelle, Lange Straße 72, 19370 Parchim.

 

Wir laden herzlich zu einer Lesung mit Elke Ferner ein.

30 Jahre Friedliche Revolution.

Sie brachte Freiheit, Demokratie und die Einheit Deutschlands. Der 9. November 1989 sowie der 3.Oktober 1990 sind damit eng verbundene Daten. Elke Ferner hat dazu ein Buch verfasst, das sie nun auch gerne in Parchim vorstellt:

In Elke Ferners Buch "Die verteilte Freiheit" kommen Zeitgenossen zu Wort - unter anderen Pastor i.R. Wilfried Romberg als Leiter des Runden Tisches in Ludwigslust, der langjährige Bürgermeister Zimmermann aus Ludwigslust, Silke Gajek als Gründerin des ersten Frauenhauses in Schwerin, der letzte Direktor des Kreisbetriebes für Landtechnik Ludwigslust, Gerhard Minke, mit einigen seiner damaligen Mitarbeiter zu Wort. Holger Wegner hält Rückblick zum Neuen Forum, erläutert die Gründung des Arbeitslosenverbandes; Gabriele Raasch, die sich für Frauen- und Sozialpolitik interessiert, beschreibt ihren Werdegang. Auch die erste Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ludwigslust, Bärbel Mäder, hält Rückschau. Helga Müller aus Tangstedt, Kreis Pinneberg blickt auf die Gründung der Partnerschaft zwischen Tangstedt und Eldena zurück. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Warsow vom 1.10.88 bis 30.06.1994 schrieb Elke Ferner selbst Geschichte mit und kann damalige Probleme einer Gemeinde darlegen.

Diejenigen, die Ost und West erlebten, lassen sich nicht "umkrempeln". Aber es geht um Aufklärung für die jungen Menschen. Verständnis und gegenseitiges Verstehen der verschiedenen Schicksale. Um die noch vorhandenen Vorurteile abbauen zu können, braucht es auch in Zukunft viele persönliche Begegnungen.

Wir freuen uns auf die Lesung und auf diese Begegnungen. 

 

 

 

Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz und der Kinderstation in Parchim

 

Zur Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz und der Kinderstation in Parchim erklärt Ulrike Seemann-Katz, Sprecherin des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen im Landkreis Ludwigslust-Parchim:

„Entgegen den Beteuerungen der Asklepios-Klinik noch vor Tagen und den bisherigen Stellungnahmen des zuständigen Ministers ist nun die schlechteste aller denkbaren Möglichkeiten für die klinische Kinderbetreuung im Landkreis Ludwigslust-Parchim eingetreten. Der Landkreis wird in Zukunft nicht nur im östlichen Teil keine Kinderstation mehr haben, sondern auch die renommierte und beliebte Gynäkologie und Geburtshilfe in Crivitz verlieren. Damit wurde dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit Vorrang vor allen anderen Aspekten gegeben.

Mit dieser Scheinlösung gibt es keine Gewinner. Für die stationäre Versorgung von Kindern stehen nun in Parchim nur noch vier Belegbetten zur Verfügung, was euphemistisch als Modellprojekt deklariert wird. Wirkliche stationäre Behandlung soll dann in Schwerin erfolgen, was für die Eltern Wege von bis 100 Kilometern bedeuten kann. Die Zusammenführung der Geburtshilfe in Parchim wird nicht dazu führen, dass die Zahl der Geburten in Parchim wesentlich ansteigt. Viele Eltern aus dem Schweriner Umland und Schwerin selbst werden sich dann eher an die Helios-Klinik in Schwerin wenden.

Das ist eine drastische Verschlechterung der Gesundheitsversorgung im Landkreis insbesondere für Familien und junge Menschen und damit ein harter Schlag auch gegen die Attraktivität der Region. Für den Verbleib und Zuzug von jungen Fachkräften und ihren Familien, die der Region eine Zukunft sichern würden, ist die Gesundheitsversorgung ein wichtiger Faktor. Das müsste auch Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe wissen, der den Schließungen offenbar zugestimmt hat.“

 

 

 

Südbahn: Nun geht es um das "Wie"

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis LUP begrüßen, dass die Streckenstilllegung abgewendet werden konnte. Die Südbahn hat nun wieder eine Chance.

Auch wenn das, was derzeit angedacht ist, nicht dem eigentlichen Ziel einer durchgehenden Ost-West-Bahnverbindung im Süden des Landes entspricht, sind wir sehr erleichtert, dass jetzt überhaupt wieder diskutiert werden kann, was mit der Bahnlinie weiter geschehen soll.

Die Zusicherung des Landes, dass die Streckenstillegung für die nächsten zehn Jahre vom Tisch ist, dass in den nächsten sechs Jahren der Betrieb gesichert sein kann, ist eine gute Nachricht für die Region. Ebenso gut ist die Nachricht von der Ausweitung des Stundentakts auf den ganzen Landkreis als ein besseres Angebot, um noch mehr Menschen in die öffentlichen Verkehrsmittel zu locken.

Jetzt geht es allerdings auch darum, wie künftig ein Tarifverbund für den gesamten Landkreis hergestellt werden kann, und zwar inklusive Bahn. Es geht darum, Vertaktung zu organisieren, Parallelverkehre zu vermeiden und nicht nur die Südbahn zu bewerben. Es geht um Klimaschutz und auch darum, wie die Mittel zur Streckenertüchtigung und ein verbessertes Angebot aufgebracht werden können, damit die Südbahn auch nachhaltig gerettet sein kann.

Durch längere Planbarkeit könnten die Trasseneinnahmen durch den Güterverkehr bereits verbessert werden. Aber allein das wird nicht ausreichen. Auch das Land wird Investitionen kofinanzieren müssen. Wir danken der Bürgerinitiative für ihr Durchhaltevermögen, das Politik und Verwaltung in Bewegung gebracht hat. Wir bitten zugleich nicht nachzulassen, denn bis zur Wiederinbetriebnahme der durchgehenden Verbindungen Güstrow – Plau - Meyenburg und Hagenow – Neubrandenburg ist noch viel zu tun.

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